San Cristóbal de La Habana (Havanna) – Die Hauptstadt der Insel

Die glanzvollen Zeiten liegen zwar schon etwas zurück, dennoch gibt es in Havanna neben Salsa und Zigarren verschiedenste Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Hier tummelten sich nicht nur Hollywood-Größen wie Frank Sinatra, Marlon Brando oder Errol Flynn, sondern auch Mafia-Paten wie Al Capone und Meier Lansky.

Havanna bei Nacht

„Alte, karibische Dame“ – so nennen die Einheimischen liebevoll ihre Hauptstadt. An jeder Ecke begegnet man tanzenden oder singenden Menschen. Trotzdem gibt es viele Probleme: Die historischen Prachtbauten in Habana Viejo sind vielfach vom Verfall bedroht und das Sanierungsprogramm der 500 Jahre alten Altstadt geht auch nur äußerst schleppend voran. Dafür fehlt – wie so oft – das nötige Kleingeld. Kenner der Karibikinsel sehen die Problematik als Preis für Fidel Castros „Socialismo tropical“, denn bald 50 Jahre nach dem Sieg der Revolution liegt Kubas Wirtschaft immer noch im Koma.
Aber trotz verblichenem Glamour hat sich die Hauptstadt ihren Charme bewahrt. Ob flanierend oder bei einer Rundfahrt in einem alten US-Oldtimer: Havanna zu erobern lohnt sich. Hier werden auf Schritt und Tritt Geschichten lebendig. Das Capitolo Nacional, eine Replik des Washingtoner Capitols, strahlt weiß und erhaben in der Mittagssonne. Ebenso sehenswert ist die ehrwürdige und geschichtsträchtige Kathedrale von Havanna. In ihrer Gruft sollen nach Überzeugung der Einheimischen die Gebeine von Kolumbus ruhen – und nicht in Santo Domingo oder etwa Sevilla.

Nicht entgehen lassen dürfen sich Besucher die mächtige Festungsanlage El Morro, wo täglich um 21 Uhr nach historischem Ritual die Kanonenschuss-Zeremonie zelebriert wird. Danach gehört das weltberühmte Tanz-Cabaret „Tropicana“ zum abendlichen Pflichtprogramm, oder man kehrt in der Bodeguita del Medio ein, wo schon der große Hemingway seinen Mojito zu schlürfen pflegte.